Ruprecht-Karls-Universitšt Heidelberg

Suche nach...


nur Typen


exakt

Datenstand

Aktuell online:

37.517 Einträge mit Feldnummer
= Echte Rauh-NummernEchte Rauh-Nummern und
Pseudo-Rauh-Nummern

Rauh benutzte ein einziges Numerier-Schema für zwei Zwecke:
Zum einen, um Aufsammlungen zu numerieren, die er im Feld gesammelt hat (hier als «echte Rauh-Nummer» bezeichnet) und zum anderen als Eingangsnummern für Pflanzen, die ihm von Dritten zugesandt wurden (hier als «Pseudo-Rauh-Nummer» bezeichnet).
Es gibt dabei keinerlei Zeichen oder Hinweise, um die beiden Verwendungszwecke zu unterscheiden. Wenn Rauh von einer Expedition zurückkam, setzte er die Numerierung von Neuzugängen, die an den Botanischen Garten Heidelberg geschickt wurden, mit der Nummer fort, die auf die zuletzt für seine eigenen Aufsammlungen verwendete Nummer folgte. Es kommt sogar vor, dass in seiner Abwesenheit das gleiche Nummernintervall für Eingänge verwendet wurde, das er gleichzeitig im Feld für seine eigenen Aufsammlungen benutzte! Bei einer neuen Expedition fing er in der Regel beim Numerieren mit einer auf volle Tausender gerundeten Nummer an. Aus alledem resultieren nicht nur doppelt verwendete Nummern, sondern auch teilweise grosse Lücken im gesamten von Werner Rauh benutzten Nummern-Intervall.
29.381 Pseudo-Rauh-NummernEchte Rauh-Nummern und
Pseudo-Rauh-Nummern

Rauh benutzte ein einziges Numerier-Schema für zwei Zwecke:
Zum einen, um Aufsammlungen zu numerieren, die er im Feld gesammelt hat (hier als «echte Rauh-Nummer» bezeichnet) und zum anderen als Eingangsnummern für Pflanzen, die ihm von Dritten zugesandt wurden (hier als «Pseudo-Rauh-Nummer» bezeichnet).
Es gibt dabei keinerlei Zeichen oder Hinweise, um die beiden Verwendungszwecke zu unterscheiden. Wenn Rauh von einer Expedition zurückkam, setzte er die Numerierung von Neuzugängen, die an den Botanischen Garten Heidelberg geschickt wurden, mit der Nummer fort, die auf die zuletzt für seine eigenen Aufsammlungen verwendete Nummer folgte. Es kommt sogar vor, dass in seiner Abwesenheit das gleiche Nummernintervall für Eingänge verwendet wurde, das er gleichzeitig im Feld für seine eigenen Aufsammlungen benutzte! Bei einer neuen Expedition fing er in der Regel beim Numerieren mit einer auf volle Tausender gerundeten Nummer an. Aus alledem resultieren nicht nur doppelt verwendete Nummern, sondern auch teilweise grosse Lücken im gesamten von Werner Rauh benutzten Nummern-Intervall.
66.898

Nummern total

8.268 Einträge mit Taxon-Angaben
2.768Einträge mit Fundortangaben
632Typ-Aufsammlungen
3.085 BG-Akzessionen
7.856 Herbar-Belege
246 GenBank-Links
672 Itinerar-Punkte
2.945 Taxa
1.610 Photos

Projekt «Wissenschaftliches Erbe Werner Rauh»

Aktuell
WRHP Herbarium-Workshops
4./5. Februar 2017 & 18./19. November 2017
Weitere Informationen hier

Prof. Werner Rauh (1913–2000) studierte Botanik, Zoologie, Chemie und Geologie in Leipzig, Innsbruck und Halle (Saale). Im Jahr 1956 wurde er zum ausserordentlichen Professor für Botanik an der Universität Heidelberg berufen. 1960 wurde er Ordinarius und Direktor des neugegründeten «Institut für Systematische Botanik und Pflanzengeographie», bis 2010 Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (HIP), heute Teil des Centre for Organismal Studies (COS Heidelberg). Er hatte diese Postion bis zu seiner Emeritierung 1981 inne und darüber hinaus bis 1982.

Während seiner Zeit als Direktor und nach seiner Emeritierung unternahm er bis 1994 mehr als 36 Expeditionen, hauptsächlich nach Süd- und Mittelamerika, aber auch in den Süden Afrikas und besonders nach Madagaskar. Von seinen Reisen brachte er unzählige Pflanzen in den Botanischen Garten Heidelberg mit, besonders Sukkulenten, Bromelien und Orchideen. Diese bilden bis heute einen wertvollen Teil der Lebendsammlung sowie der Sammlung des Herbariums (HEID). Während seiner Expeditionen füllte er mehr als 90 Hefte mit detaillierten Informationen, nicht nur zu den gesammelten Pflanzen, sondern ebenso über Vegetation und Geologie der bereisten Weltgegenden. Insgesamt 8.776 handgeschriebene Seiten mit mehr als 32.000 Einträgen, die der Wissenschaft bisher kaum zugänglich waren, wurden in den Jahren 2008 und 2009 gescannt und sollen nun im Rahmen des Projektes «Wissenschaftliches Erbe Werner Rauh» aufgearbeitet werden.

Herzstück des Projektes ist eine relationale Datenbank, in der die heterogenen Informationen gespeichert werden, welche in den Feldbüchern zu finden sind. Diese werden ferner mit einer klaren Taxonomie verknüpft und an die Datenbank des Botanischen Gartens angebunden. Einige leistungsfähige Werkzeuge sollen entwickelt werden, die es ermöglichen, die Datenbank nach verschiedenen Informationen zu durchsuchen, wie z.B. Namen der gesammelten Pflanzen, Feldnummern und Fundorte. Kern der Datenbank ist eine Tabelle mit Itinerarpunkten der Reisen Werner Rauhs (d.h. mit geografischen Punkten, die in den Feldbüchern zu finden sind, mit Angaben über dort gesammelte oder beobachtete Taxa) und eine weitere Tabelle mit Einträgen zu den einzelnen Taxa (d.h. alle Taxa, die in den Feldbüchern mit einer Nummer versehen sind). Weiterhin enthält die Datenbank Tabellen mit Synonymen, Basionymen und Protolog-Informationen sowie Verknüpfungen zu anderen taxonomischen Datenbanken, wie z.B. IPNI und TROPICOS.

Referenz
Marcus A. Koch, Christof Nikolaus Schröder, Markus Kiefer & Peter Sack (2013): A treasure trove of plant biodiversity from the 20th century: the Werner Rauh Heritage Project at Heidelberg Botanical Garden and Herbarium.
In: Plant Systematics and Evolution, November 2013, Vol. 299, Issue 9, pp. 1793–1800. [online]


Das Projekt wurde 2009 bis 2016 von der
Klaus Tschira Stiftung gGmbH gefördert
Klaus Tschira Stiftung gGmbh
Seit 2016 wird das Projekt vom Rektorat der Universität Heidelberg gefördert.

Klaus Tschira Stiftung gGmbh

Projektträger: Centre for Organismal Studies (COS Heidelberg), Universität Heidelberg
Projektleiter: Prof. Dr. Marcus Koch COS: Marcus A. Koch (Direktor des Bot. Gartens und Herbariums HEID
und Direktor am COS)
Projektkoordinator:   Christof Nikolaus Schröder Mag. rer. publ. COS: Christof Nikolaus Schröder (COS und Botanischer Garten)
IT Service: Dr. Markus Kiefer COS: Markus Kiefer (COS)
Photographen: Barbara Sendler Gärtnermeisterin (Botanischer Garten)
Uwe Wagenfeld (Botanischer Garten)

 

zum Seitenanfang
Webmaster: eMail